Sonntag, 24. Februar 2013

Winter.

Der Schleim rasselt in meiner Luftröhre; wenn ich tief genug ausatme, erinnert mich das Geräusch an etwas, das ich nicht zuzuordnen weiß. Eigentlich schreibe ich diesen Blogpost nur wegen des ersten Satzes - der spukt mir seit Donnerstag, spätestens Freitag im Kopf.
Als ich heute morgen in der Küche stand und bemerkt hab', dass es schon wieder schneit, ist mir etwas klar geworden: sogar ich kann von Schnee die Nase voll haben. (Ha-ha, Wortspiel, da verstopfte Nase durch Erkältung.) Der Winter dauert mittlerweile zu lange an, ganz Berlin leidet an monströsem VitaminD- (oder E?) Mangel. Ausgenommen natürlich die Verreisten.
Um elf kam 'ne SMS von meinem Onkel, weil wir zum skypen verabredet waren. Keine Minute später stürzt das Internet ab. Aaargh. Also hab' ich mein (sprich: Jennys) Laptop gestartet, das bereits kollabiert, wenn man Firefox öffnen will. Nach mehreren Versuchen haben wir also unser Gespräch auf heute abend verlegt, in der Hoffnung, dass ich die technischen Probleme an dieser Front gelöst habe.

Wenigstens sehe ich nicht mehr aus wie Rudolf, das Rentier mit der roten Nase. Und, da ich ja eh mehr oder weniger an mein Bett gefesselt bin, habe ich mir ein CS-Profil zugelegt, denn (Trommelwirbel) wenn nichts schief geht, trampe ich nächstes Wochenende mit Daniel nach Beinheim (ob mans glaubt oder nicht, das liegt in Frankreich) zu meiner allerersten Jonglierconvention!



Mittwoch, 6. Februar 2013

Still Young

Es gibt gerade gar keinen Grund dafür, um 12:44 Uhr noch im Bett zu liegen. Zumindest nicht, wenn man einen Blick auf meine To-Do-Liste wirft: Isomatten und Bettdecken besorgen, Briefe beantworten, die letzten zwei Fotos von meinem Schwarz-Weiß-Film schießen und zum Entwickeln bringen, Unikram erledigen, Wohnung putzen, einkaufen, trainieren... Und doch liege ich im Bett, Laptop auf dem Schoß, und tippe einen Blog-Eintrag. Der Grund dafür ist einfach (oder vielleicht auch nicht) und nennt sich Hormone.

Ja, ich hab' mich wieder mal verliebt. Unglücklich. Nur, dass ich diesmal beschlossen habe, nicht unglücklich zu sein. Zu oft habe ich mich in einen Jungen verschossen, ohne es ihm oder mir einzugestehen, bis in meinem Kopf nur noch die Frage herrschte "Was wäre, wenn..?". Dem Auserwählten jedoch habe ich nicht einmal die Möglichkeit gegeben, sich dazu zu äußern, obwohl er ja direkt betroffen war. Schließlich konnte ich mich in seiner Gegenwart nicht mehr benehmen, wie zuvor. Das führte bis hin zu beidseitigem Unwohlsein .
Also dachte ich mir diesmal, wenn ich immer noch zu jung bin, um mich gegen meine Hormone zur Wehr zu setzen, dann will ich wenigstens nicht denselben Fehler begehen wie sonst immer. Und schrieb dem Menschen eine E-Mail, auch wenn ich befürchten musste, nie wieder etwas von ihm zu hören.
Etwa fünfzehn Stunden später kam die Antwort: er habe das schon bemerkt, empfinde nicht das Gleiche für mich und hoffe, wir könnten weiterhin befreundet bleiben wie bisher, denn als Freundin sei ich ihm wichtig.
Da könnt ihr jetzt natürlich Kringel um alle Worte und Floskeln malen, die in jedem Hollywood-Kitsch benutzt werden, aber das wird meine Euphorie nicht bremsen. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, durch diesen Austausch schneller über meine Gefühle hinweg zu kommen und ohne das ständige Verlangen, mich in seiner Gegenwart schämen und verstecken zu müssen, einfach weiter mein Leben zu leben. Und warum ich das jetzt auf meinen Blog schreiben musste? Aus dem einfachen Grund, dass vielleicht der ein oder andere etwas daraus lernen kann oder will.