Sonntag, 26. August 2012

3OG, mal wieder.


Mein Laptop hat den Umzug auch noch nicht so ganz verkraftet, kriegt nicht mit, dass kein uns bekanntes WLAN da ist und spielt Peter Gabriels “The Book of Love” einfach ab dort weiter, wo ich heute morgen zugeklappt habe. Ich sitze in der, meiner!, neuen Wohnung, frisch geduscht, und bin erstaunt, wie schnell es doch gehen kann: um vor knapp zwei Stunden, um halb zwei, stand Carmen mit ihrem Auto vor „meiner“ alten Wohnung, und wir fingen das Schleppen an. Zwei Koffer, ein Sessel, elf Tüten, sieben Taschen und vier Kisten voll mit meinem Kram. Was sich in einem Jahr so alles ansammelt! Und das habe ich nun drei Stockwerke allein hochgeschleppt, Carmen konnte nicht bleiben, ihr Mann brauch das Auto, muss arbeiten. Ich bin kalorientechnisch sicher so was von im Minusbereich gerade!
Zurück zum Materiellen: vor etwa 360 Tagen waren es „nur“ drei Koffer. Kleider, Bücher, DVDs. Allein meine Bücher und DVDs nehmen mittlerweile eine ganze Kiste ein, und die hatte ich schon am Dienstag drei Stockwerke runter und ein paar Kilometer weiter wieder drei Stockwerke hochgeschleppt. Meinen Tisch auch. Und das war's auch schon wieder mit dem, was ich an Möbeln so habe. Es fehlen noch ein Bett, ein Schrank, ein Regal, ein Schreibtisch und ein Stuhl. Auch der Plan, wie es jetzt weitergeht, wie ich mein Geld anlege, wo ich überhaupt Geld herkriege (bisher habe ich nur einen Minijob), ob ich mir 'ne BVG-Monatskarte überhaupt noch leiste, wo ich anfange, Sport zu machen,... Viele Fragen, aber auch viel Zuversicht. Frei nach dem Prinzip „das wird schon klappen“. Vorerst aber muss ich zurück zur alten Wohnung, den Staub meiner Vergangenheit aufwischen, den Müll runterbringen, sauber machen für die nächste Generation Freiwilliger. Und meinen Kühlschrank leeren, meine Orchideen holen, meinen Bauch füllen und meinen letzten Abend mit Rotem genießen. Die Zeit vergeht so schnell... Was mache ich denn ohne sie in Berlin. Berlin wird das „r“ fehlen. Belin. Klingt ja doof.
Wenigstens habe ich eine wirklich nette Mitbewohnerin, die mir meine Wäsche heute aufgehangen hat, als ich nicht da war, und die mir jetzt mit ihrem Freund ein Bett aufbaut! Ja!!

Rotem in der Ausstellung, in der wir gestern waren...

Samstag, 18. August 2012

Sommerfreude

JA, alle geh'n.
Mehr oder weniger alle. Also, die meisten. Aber den Kopf in den Sand stecken darf ich doch erst, wenn sie weg sind, oder? Alles andere ist Zeitverschwendung. Die Sonne scheint. Und das Leben "geht gut". (Und das, obwohl Estellje nicht hier ist, ihr Papa musste ins Krankenhaus.)

Gestern haben wir Maz gefeiert, die Geburtstage häufen sich. (Auch sie wird wohl nicht in Berlin bleiben.) Am, war's Dienstag?, war ich mit Rotem am See, einfach mal Wochenende, mitten in der Woche. Und vor einer Woche habe ich vor Daniel auf dem Fahrrad gesessen und die Arme so weit geöffnet, dass ich die ganze Titanic hätte umarmen können. Es ist schön, Menschen zu haben, die einem soviel Halt geben, dass man selbst mal los lassen kann.
Mittlerweile habe ich ein eigenes Fahrrad, "geerbt" von meiner Mitbewohnerin. Ich habe mich noch nicht rauf getraut (Kindheits"trauma"), aber es könnte sein, dass es heute abend so weit ist. Es könnte auch sein, dass ich mir heute abend auf 'ner, ich meine: der Party im Zirkus, rote Strähnen ins Haar färben lasse. Es könnte auch sein, dass wir heute noch zum See fahren. Es könnte auch sein, dass ich gerade meinen ersten Schwarz-Weiß-Film (Geburtstagsgeschenk) in meine Yashica gepackt habe. Und vorhabe, den zu verschießen.


Donnerstag, 9. August 2012

Alle gehn.

Gerade ist es echt scheiße, nach hause zu geh'n. Die Wohnung gähnt mich an mit ihrer Leere. Meine Mitbewohnerin ist gerstern morgen ausgezogen. Simone auch. Bleiben noch Rotem und ich. Doch Rotem hat Besuch. Also habe ich mich in den Zirkus gefluechtet. Netterweise hat Daniel mich aufgenommen, wenn auch nicht mit offenen Armen. Und über Nacht bleiben, durfte ich auch erst, als ich ihm erklaert habe, wie meine Situation gerade ist. Aber ich durfte bleiben. Und in 20 Minten geh' ich arbeiten. Na ja.

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Eine Woche später:

Ich habe mich an die Leere in der Wohnung gewöhnt, fülle sie mit Besuch oder Aktivität. Internet habe ich immer noch keins zu hause, muss meine Pausen auf der Arbeit dazu nutzen, mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben. Es wäre nützlich, schneller tippen zu lernen. Und ich muss anfangen, Kisten zu packen, es beliben mir 11 Tage, bis ich raus sein muss. Den Schlüssel von der neuen Wohnung hol' ich mir nächste Woche, denke ich. Und Möbel suche ich auch noch. Das wird 'n Spaß. Zwischendrin immer mal wieder fleißig Abschiede feiern, mit Leuten essen gehen, und arbeiten, natürlich! Keine Zeit für 'nen neuen Blogeintrag. Deswegen nur 'n Update. Meine To-Do-Listen sind voll. Keep me active.